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Eingehauste Reinigungsanlage mit geöffneter Kammer: im Innenraum sitzt ein Zylinderkopf auf der drehbaren Werkstückaufnahme, rechts greift ein oranger Knickarmroboter in die Zelle, links das Bedienpanel

Der Reinigungsprozess ist schnell genug. Das Be- und Entladen ist es nicht.

Rundtaktreinigungsanlagen

Bei kurzen Takten fällt auf, wie viel Zeit außerhalb des Prozesses vergeht: einlegen, spannen, entnehmen. Solange dafür die Anlage steht, verlängert jede dieser Bewegungen den Takt — obwohl dabei nicht gereinigt wird.

Wofür sie gemacht ist

Eine Frage der Gleichzeitigkeit, nicht der Reinigungsleistung

Rüsten und Reinigen lassen sich nur dann parallel führen, wenn der Prozess in feste Stationen zerlegt ist. Das setzt einen definierten Serienprozess mit gleichbleibender Prozessfolge voraus; wechselt die Folge, trägt das Prinzip nicht. Daraus folgt die Rundtaktanlage: Die Teile durchlaufen den mehrstufigen Prozess auf einer Rotationsplattform — be- und entladen wird an einer einzigen Position.
  • Kurze Taktzeiten

    Der eigentliche Hebel dieser Bauart.
  • Definierter Serienprozess

    Mit gleichbleibender Prozessfolge.
  • Nebenzeiten reduziert

    Durch paralleles Be- und Entladen.

Während an den Stationen gereinigt, gespült und getrocknet wird, rüsten Sie an der Be- und Entladeposition bereits das nächste Teil. Die Rüstzeit läuft nicht mehr im Takt mit — sie verschwindet daraus. Weil Be- und Entladen an derselben Stelle stattfinden, ist die Rundtaktanlage besonders gut robotergestützt zu beschicken: Der Roboter fährt nur eine Position an, nicht zwei.

Typische Werkstücke

Serienteile mit gleichbleibender Prozessfolge

Aluminium-Druckgussteile und Stahlteile in Serie, mit gleichbleibender Prozessfolge. Typische Verschmutzungen: Öl, Emulsion, Späne, Staub.

Aufbau und Arbeitsweise

Mehrere Prozessstationen auf einer Rotationsplattform

Das Werkstück wird im Rundtakt von Station zu Station transportiert. Je nach Auslegung ergänzt um weitere Schritte, zweites Spülen oder Trocknen, Abblasen, Vakuumtrocknung oder Kaskadensysteme.
  1. 01BeladenAn einer einzigen Position.
  2. 02ReinigenMehrstufig ausgelegt.
  3. 03SpülenMediumspflege integriert.
  4. 04TrocknenVakuum, Kalt- oder Heißluft.
  5. 05EntladenAn derselben Position wie das Beladen.
  6. 06Zweites Spülen oder Trocknenje nach AuslegungJe nach Anforderung.
  7. 07Abblasen oder Vakuumtrocknungje nach AuslegungBei hohen Trocknungsanforderungen.

Die Prozesse sind mehrstufig ausgelegt, die Mediumspflege ist integriert, die Anlage arbeitet weitgehend abluftfrei.

Zwei Punkte sollten Sie bei dieser Bauart kennen: Die Stationszahl ist baulich festgelegt — die Prozessfolge lässt sich später nicht beliebig erweitern. Und die langsamste Station bestimmt den Takt aller anderen. Genau deshalb ist die Aufteilung der Prozessschritte hier der entscheidende Auslegungspunkt.

Konstruktiv ausgelegt auf hohe Positioniergenauigkeit, kompakte Bauweise mit geringem Platzbedarf, niedrigen Wasserverbrauch und verdrehsichere Schnellverschlüsse.

Roboterzelle hinter einem Schutzgitter: rechts ein Knickarmroboter, dahinter Werkstückaufnahmen, Schlauchpakete und Energieketten
Die Stationen einer Rundtaktanlage von innen: Werkstückaufnahmen, Medienzuführung und Energieketten hinter dem Schutzgitter.
Eingehauste Anlage in einer Fertigungshalle: links ein gelber Knickarmroboter vor der geöffneten Beladeklappe, davor ein Aluminiumgehäuse auf der Zuführung, rechts das Bedienpanel mit Signalsäule und die Fördertechnik der anschließenden Linie
Dieselbe Bauart von außen: Der Roboter belädt und entlädt an einer einzigen Position — die Anlage steht dafür nicht still, sie taktet weiter.
Gelber Knickarmroboter mit Greifer vor der geöffneten Beladeklappe einer eingehausten Reinigungsanlage, rechts daneben ein Gussbauteil auf der Ablage der Zuführung
Die Übergabe aus der Nähe. Wie das Bauteil gegriffen und abgelegt wird, gehört zur Auslegung der Anlage — nicht zur Peripherie.

Optionale Baugruppen

  • 01

    Trocknung

    Vakuum, Kalt- oder Heißluft.
  • 02

    Wasseraufbereitungsanlage

  • 03

    Automation und Fördertechnik

Nicht verwechseln

Rundtakt-Reinigung ≠ Rundtakt-Entgraten

Im Haus heißen zwei verschiedene Anlagenarten „RT“ — beide arbeiten im Rundtakt, aber der Bearbeitungsprozess ist ein anderer. Wenn Ihre eigentliche Aufgabe das Entgraten ist und nicht die Reinigung, führt der Weg zur Rundtakt-Entgratzelle — nicht hierher.

Rundtakt-ReinigungsanlageRT

Bearbeitungsprozess
Reinigung
Prozessprinzip
Das Werkstück wandert von Station zu Station

Rundtakt-WasserstrahlentgratanlageRT

Bearbeitungsprozess
Wasserstrahlentgraten
Prozessprinzip
Das Werkstück verbleibt in einer geschlossenen Bearbeitungskammer, der Roboter arbeitet innerhalb der Zelle
Beide Anlagenarten nutzen das Rundtaktprinzip, der Bearbeitungsprozess unterscheidet sich grundlegend — „RT“ wird deshalb hier nie unqualifiziert verwendet.
Hochpräzisions-Wasserstrahlentgraten

Was wir für Sie auslegen

Eine Standard-Rundtaktanlage gibt es nicht

Was wir vor der Konstruktion klären — erst danach entscheiden wir über Verfahren, Filtertechnik, Trocknung und Wasseraufbereitung.
  • Ihr Bauteil

    Geometrie, Komplexität, Größe, Sacklöcher und Durchgangsbohrungen, Werkstoff.
  • Die Verschmutzung

    Art, Menge, geforderte Restschmutzwerte.
  • Ihre Produktion

    Taktzeit, Stationszahl und Verfahren je Station, Be- und Entladekonzept, Automatisierungsgrad, Trocknung.
  • Wasser und Medien

    Chemievorgaben, Passivierung, Wasserqualität, Aufbereitung, Kreisläufe.

Automatisierung

Für robotergestütztes Be- und Entladen gebaut

Roboter, Greifer, Werkstückaufnahme, Steuerung und Sicherheitstechnik liefern wir mit — Prozess und Automatisierung aus einer Hand, ein Ansprechpartner für beides.
Eingehauste Anlage in einer Fertigungshalle: links ein gelber Knickarmroboter vor der geöffneten Beladeklappe, davor ein Aluminiumgehäuse auf der Zuführung, rechts das Bedienpanel mit Signalsäule und die Fördertechnik der anschließenden Linie
Beschickung an einer einzigen Position: Der Roboter übernimmt vom Transferband und legt in dieselbe Öffnung ein, aus der er entnimmt.
Dieselbe Bewegung in der Auslegung: Aus der Konstruktionsgeometrie gerechnet, bevor die Zelle gebaut ist — so wird geprüft, ob Griff, Schwenkweg und Beladeposition zusammenpassen.27 Sekunden

Wann eine andere Bauart besser passt

Die Bauart ist das Ergebnis der Auslegung

  • 01

    Durchlaufanlage

    Wenn die Reinigung in eine Fertigungslinie eingebunden wird und die Teile durchlaufen sollen, oder wenn viele Prozessschritte nötig sind. Dort ist die Zonenzahl freier wählbar.
  • 02

    Kammeranlage

    Wenn Ihr Teilespektrum häufig wechselt oder höhere Taktzeiten zulässig sind.
  • 03

    Tauchanlage

    Wenn das Bauteil vollständig eingetaucht werden muss.
  • 04

    Wasserstrahlentgraten

    Wenn zusätzlich Grat entfernt werden muss.

Lieferumfang

Fertigungstiefe und digitaler Anlagenlebenszyklus

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Rundtaktanlage

Was ist eine Rundtaktreinigungsanlage?

Eine Anlage, in der das Werkstück taktweise von Prozessstation zu Prozessstation wandert. Ihr Argument ist der Takt bei definiertem Serienprozess: Be- und Entladen laufen parallel zur Bearbeitung, die Nebenzeit fällt aus dem Takt. Das lohnt sich, wenn Rüst- und Spannzeit im Verhältnis zur Bearbeitungszeit erheblich sind.

Durchlauf oder Rundtakt — was ist der Unterschied?

Beide erreichen kurze Takte, aber aus verschiedenen Gründen. Der Durchlauf gewinnt Zeit durch den kontinuierlichen Fluss; welche Bauteile gemeinsam über ihn laufen können, wird bei der Anlagenplanung festgelegt — mehrere Varianten sind je nach Auslegung möglich. Der Rundtakt gewinnt sie, indem Be- und Entladen parallel zur Bearbeitung laufen. Wer sein Teilespektrum laufend wechselt, kommt mit dem Rundtakt weiter; wer eine Linie taktet, mit dem Durchlauf.

Anwendungsfälle

Bauteile, an denen sich diese Auslegung entscheidet

8 ausgearbeitete Aufgaben nennen die Rundtaktanlage als mögliches Konzept. Was an ihnen den Ausschlag gibt, steht jeweils auf der eigenen Seite.

Jeder Fall führt die Auslegungsfaktoren, die möglichen Anlagenkonzepte und die Verfahren im Einzelnen — hier steht nur, worum es geht.

Zylinderkopf

Der Spritzstrahl trifft, was er sieht — und was er nicht sieht, wird erst im Restschmutznachweis sichtbar.

Getriebegehäuse

Innenkanäle und Querbohrungsverschneidungen entscheiden am Getriebegehäuse über das Verfahren: Beim Sprühen entsteht Spritzschatten, nicht jede Fläche ist erreichbar. Je komplexer die Geometrie, desto eher kommen Tauchen und Fluten infrage statt Sprühen.

Hydraulikblock

Ein Hydraulikblock wird nicht nur montiert, er wird durchströmt — was im Kanal bleibt, bleibt im System.

Ventilblock

Sacklöcher und verzweigte Kanäle sind genau die Stellen, an denen ein Spritzstrahl nicht ankommt: Er trifft, was er sieht.

Ebenfalls mit einer Rundtaktanlage als möglichem Konzept: KurbelwelleHohe technische SauberkeitMehrere BauteilvariantenMehrstufiger Reinigungsprozess

Keiner dieser Fälle führt zwangsläufig zur Rundtaktanlage. Welches Konzept es wird, entsteht aus dem Zusammenspiel der Auslegungsfaktoren — die Bauart ist das Ergebnis der Auslegung, nicht ihr Ausgangspunkt.

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