
Nicht mit Druck gegen die Verschmutzung, sondern mit Volumen um das Bauteil.
Flutreinigung
Beim Fluten wird das Medium mit hohem Volumen über und um das Werkstück geführt. Wann Flutreinigung besser passt als Sprühen oder Tauchen — und warum sie meist Teil einer Kammeranlage ist.
1 · Die Herausforderung
Wo ein gerichteter Strahl nicht sauber hinkommt
Manche Bauteile haben Bereiche, die ein gerichteter Strahl nicht sauber erreicht — verdeckte Flächen, Übergänge, verzweigte Konturen —, ohne dass deshalb gleich der komplette Tauchprozess nötig wäre. Gesucht ist ein Weg, das Medium großflächig und in Bewegung an das Bauteil zu bringen.
2 · Die Engineering-Überlegung
Das Medium wird mit hohem Volumen über und um das Werkstück geführt
Die Reinigungswirkung entsteht nicht primär aus dem Aufprall eines Strahls, sondern aus der umströmenden Flüssigkeitsmenge — dadurch werden auch Bereiche erreicht, die durch Sprühen schwer zugänglich sind.
Fluten ist in erster Linie ein Prozess innerhalb einer Kammeranlage, nicht eine eigene Anlagenbauart. Es beschreibt, wie das Medium in der Kammer geführt wird.
Ultraschall als Option
Wie beim Tauchen ist Ultraschall auch hier eine Option, kein eigenes Verfahren — er wird überwiegend in Tauch- und Flutprozessen eingesetzt.

3 · Fluten oder Tauchen?
Nicht die Bauteilart entscheidet, sondern die Prozessauslegung
Fluten
- Entscheidend
- Das Medium kann mit hohem Volumen über und um das Werkstück geführt werden
Tauchen
- Entscheidend
- Das Werkstück muss vollständig ins Medium
4 · Wo das Verfahren zum Einsatz kommt
Überwiegend in der Kammerreinigungsanlage
Flutprozesse laufen überwiegend in Kammerreinigungsanlagen. Wo einzelne Bohrungen zusätzlich gezielt durchströmt werden müssen, wird die Lanzentechnik ergänzt.
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