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AutomobilindustrieLange BauteileHauptlager-, Hublager- und ÖlbohrungenReinigung nach mechanischer Bearbeitung

Eine Kurbelwelle ist lang, unwuchtempfindlich und hat schwer zugängliche Bohrungen — genau dort sitzen Öl, Kühlschmierstoff und Späne aus der Bearbeitung.

Kurbelwellen reinigen

1 · Die Herausforderung

Warum Kurbelwellen schwierig zu reinigen sind

Nicht die Verschmutzung ist hier das Schwierige, sondern die Verbindung aus Baulänge, Empfindlichkeit und schwer zugänglichen Bohrungen.

Kurbelwellen sind lang und unwuchtempfindlich, und mit Hauptlager-, Hublager- und Ölbohrungen tragen sie Bohrungen und schwer zugängliche Bereiche. Das sind drei Eigenschaften, die an drei verschiedenen Stellen ankommen: die Baulänge bei den Abmessungen der Anlage, die Empfindlichkeit bei der Handhabung, die Bohrungen beim Verfahren.

Was an einer Kurbelwelle entfernt werden muss, stammt aus der mechanischen Bearbeitung: insbesondere Öl und Kühlschmierstoff, dazu Späne und Partikel. Damit ist nicht nur eine Außenfläche zu reinigen — die Aufgabe schließt ein, die Bohrungen und die schwer zugänglichen Bereiche für Reinigung und Spülung überhaupt zugänglich zu machen.

Ein langes, unwuchtempfindliches Bauteil lässt sich dabei nicht beliebig aufnehmen. Die Werkstückaufnahme muss an der Kurbelwelle sicher und reproduzierbar sein: sicher, damit das Teil den Prozess unbeschadet durchläuft, und reproduzierbar, damit jedes Teil an derselben Stelle liegt und jedes Ergebnis vergleichbar bleibt.

Mit dem Reinigen ist die Aufgabe nicht zu Ende. Das Medium muss aus den Bohrungen wieder ablaufen, und was nicht abläuft, muss die Trocknung entfernen. Ablauf und Trocknung sind an der Kurbelwelle deshalb Teil der Auslegung und nicht ihr Anhang — und sie hängen daran, in welcher Lage das Bauteil den Prozess durchläuft.

2 · Die Engineering-Überlegung

Woran wir die Auslegung festmachen

Sechs von sechzehn Faktoren des Auswahlrahmens sind an der Kurbelwelle die maßgeblichen. Sie werden gemeinsam betrachtet, nicht nacheinander abgehakt — und keiner von ihnen entscheidet allein.
  • 01

    Bauteilgeometrie

    Kurbelwellen sind lange und geometrisch anspruchsvolle Bauteile. Die Baulänge wirkt auf die Abmessungen der Anlage, auf die Aufnahme und darauf, wie das Teil durch den Prozess bewegt wird; die Unwuchtempfindlichkeit kommt als eigene Anforderung an die Handhabung hinzu.
  • 02

    Innengeometrie

    Hauptlager-, Hublager- und Ölbohrungen sind an der Kurbelwelle die schwer zugänglichen Bereiche. Für sie ist nicht nur zu klären, wie das Reinigungsmedium hinkommt, sondern auch, wie gespült wird und wie das Medium wieder herauskommt.
  • 03

    Verschmutzungsart

    An der Kurbelwelle sind Verschmutzungen aus der mechanischen Bearbeitung zu entfernen, insbesondere Öl und Kühlschmierstoff, dazu Späne und Partikel. Welches Verfahren infrage kommt, hängt an dieser Verschmutzung und an ihrer Lage im Bauteil — nicht am Bauteilnamen.
  • 04

    Werkstückaufnahme

    Die Aufnahme einer Kurbelwelle muss sicher und reproduzierbar sein. An einem langen, unwuchtempfindlichen Bauteil ist sie kein Zubehör, sondern der Punkt, an dem sich entscheidet, ob jedes Teil im Prozess dieselbe Lage hat — und damit, ob das Ergebnis vom Teil oder vom Zufall abhängt.
  • 05

    Teileorientierung

    Wie die Kurbelwelle in der Anlage liegt, entscheidet mit über Zugänglichkeit, Ablauf und Trocknung. Die Bauteilorientierung wird dabei nicht lediglich vom Kunden übernommen, sondern von uns als Teil der Prozessauslegung analysiert — nach Düsenzugänglichkeit, Spritzschatten, Ablauf des Mediums und den Voraussetzungen für die Trocknung. Eine pauschal bessere Lage gibt es nicht; sie wird bauteil- und prozessspezifisch bestimmt.
  • 06

    Trocknung

    Was an Medium in einer Bohrung zurückbleibt, ist mit der Reinigung nicht erledigt. Ablauf des Mediums und Trocknung gehören an der Kurbelwelle zur Aufgabenstellung; wie aufwendig sie werden, hängt an der Zugänglichkeit der Bohrungen und an der Lage, in der das Teil den Prozess durchläuft.
Alle sechzehn Faktoren im Überblick

3 · Die Anlagenkonzepte

Welche Anlagenkonzepte infrage kommen

Die Kurbelwelle gibt keine Bauart vor. Was hier steht, ist der Lösungsraum — welches Konzept es wird, entsteht aus den Faktoren darüber.

Sonderanlagen

Löst keine Standardbauart die Aufgabe — wegen der Bauteilgröße, der Geometrie, der Verschmutzung oder des Prozessumfelds —, kommt eine Sonderanlage infrage. Anlagen für Kurbelwellen haben wir gebaut; die Baugröße folgt dabei aus Bauteilabmessungen, Gewicht, Stückzahl und Prozessanforderungen und wird projektspezifisch bestimmt.

Rundtaktanlagen

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Lässt sich der Prozess in feste Stationen zerlegen und soll be- und entladen werden, während an den Stationen gereinigt, gespült und getrocknet wird, kann eine Rundtaktanlage ein mögliches Konzept sein. Die Prozessschritte verteilen sich dann auf Stationen statt auf eine Kammer.

Durchlaufanlagen

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Je nach Prozess kann auch eine Durchlaufanlage relevant sein — dann nämlich, wenn die Reinigung in eine Fertigungslinie eingebunden wird und die Teile durchlaufen sollen, statt als Charge zu warten.

Trocknung

Wie das Medium aus den Bohrungen wieder herauskommt, ist ein eigener Auslegungsgegenstand — Umluft, Infrarot, Abblasen oder Vakuumtrocknung, je nach Trocknungsanforderung und projektabhängig ausgelegt.

Der Grundsatz

Warum es für die Kurbelwelle keine vorgeschriebene Maschine gibt

Ein Bauteilname ist keine Anlagenentscheidung. Dass eine Kurbelwelle lang, unwuchtempfindlich und innen gebohrt ist, sagt, welche Fragen zu klären sind — nicht, welche Bauart am Ende steht. Welches Konzept passt, ergibt sich aus Verschmutzung, Restschmutzanforderung, Stückzahl, Taktzeit, Materialfluss und Automatisierungsgrad zusammen. Es gibt keine Regel „Kurbelwelle, also Anlage Y“. Was Sie hier sehen, ist die Überlegung, nicht ihr Ergebnis.

4 · Was zusätzlich zu bedenken ist

Was über die Reinigung hinaus zu klären ist

Drei Punkte, die die Auslegung mitbestimmen, obwohl keiner von ihnen das Reinigungsverfahren selbst betrifft.
  • 01

    Anlagen für Kurbelwellen haben wir gebaut

    Kurbelwellen gehören zu den Aufgaben, für die wir Anlagen gebaut haben — neben dem Auswaschen von Salzkernen und Anlagen für Schiffsmotoren. Daraus folgt keine Bauartzuordnung, sondern eine Erfahrung mit der Aufgabenstellung: Die Baugröße folgt aus Bauteilabmessungen, Gewicht, Stückzahl und Prozessanforderungen.
  • 02

    Die Aufnahme wird mit dem Prozess ausgelegt, nicht danach

    Sicher und reproduzierbar aufzunehmen heißt bei einem langen Bauteil, dass Aufnahme und Prozess zusammen entstehen: Die Lage bestimmt, wohin das Medium kommt, wohin es abläuft und was die Trocknung noch zu tun hat. Wer die Aufnahme zuletzt entwirft, hat die drei Fragen bereits beantwortet, ohne sie gestellt zu haben.
  • 03

    Ablauf und Trocknung stehen am Ende und werden am Anfang entschieden

    Ob das Medium aus einer Ölbohrung wieder herauskommt, ist keine Frage der letzten Station, sondern der Orientierung des Bauteils und der Zugänglichkeit seiner Bohrungen. Beides wird in der Prozessauslegung festgelegt — an derselben Stelle wie die Restschmutzanforderung.

Häufige Fragen

Was zur Reinigung von Kurbelwellen am häufigsten gefragt wird

Wie werden Kurbelwellen gereinigt?

Nach der mechanischen Bearbeitung sind vor allem Öl und Kühlschmierstoff sowie Späne und Partikel zu entfernen. Die Aufgabe besteht darin, Bohrungen und schwer zugängliche Bereiche für Reinigung und Spülung zugänglich zu machen, das Medium wieder ablaufen zu lassen und das Bauteil zu trocknen. Welches Verfahren und welches Anlagenkonzept dafür infrage kommen, legen wir bauteil- und prozessspezifisch aus.

Welche Anlage kommt für Kurbelwellen infrage?

Das entscheidet der Prozess, nicht der Bauteilname. Anlagen für Kurbelwellen haben wir als Sonderanlagen gebaut; je nach Aufgabenstellung kann auch eine Rundtaktanlage ein mögliches Konzept sein, und je nach Prozess kann eine Durchlaufanlage relevant werden. Eine feste Zuordnung „Kurbelwelle, also Anlage Y“ gibt es nicht.

Welche Verschmutzung sitzt an einer Kurbelwelle?

Verschmutzungen aus der mechanischen Bearbeitung, insbesondere Öl und Kühlschmierstoff, dazu Späne und Partikel. Entscheidend für die Auslegung ist weniger die Art allein als ihre Lage: Was in einer Hauptlager-, Hublager- oder Ölbohrung sitzt, stellt andere Anforderungen an Zugänglichkeit, Spülung und Ablauf als eine Außenfläche.

Warum ist die Werkstückaufnahme bei Kurbelwellen so wichtig?

Weil das Bauteil lang und unwuchtempfindlich ist. Die Aufnahme muss sicher und reproduzierbar sein, und die Orientierung des Teils wird von uns als Teil der Prozessauslegung bestimmt — sie entscheidet mit darüber, wie gut die Bohrungen erreichbar sind, ob das Medium wieder abläuft und wie aufwendig die Trocknung wird.

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