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Roboterzelle hinter Schutzeinhausung: ein Knickarmroboter mit Mehrfachgreifer setzt einen Werkstückträger in eine Anlagenöffnung

Der Roboter ist selten das Problem. Was ihn hält, führt und steuert, schon.

Robotik

Welchen Roboter man kauft, ist eine überschaubare Entscheidung — Traglast und Reichweite ergeben sich aus dem Bauteil. Die Aufgabe liegt daneben: im Griff, in der Erkennung, in der Abstimmung von Bewegung und Anlagensteuerung.
KI-generierte Darstellung — keine Aufnahme einer gelieferten Anlage

1 · Die Herausforderung

Ein Roboter, der die falsche Bewegung sicher ausführt, löst keine Aufgabe

Ein Roboter kann greifen, umsetzen, positionieren, drehen und beschicken. Das ist der beherrschbare Teil. Die eigentlichen Fragen stellen sich, bevor er sich zum ersten Mal bewegt.
  • Womit wird gegriffen?

    Ohne das Bauteil zu beschädigen und ohne es zu verlieren — bei empfindlichen, warmen oder ungleichmäßigen Teilen ist das die schwierigste Frage der ganzen Zelle.
  • Wie erkennt die Anlage die Lage?

    Ist das Teil überhaupt da, und liegt es so, wie der Griff es erwartet?
  • Wer stimmt Bewegung und Steuerung ab?

    Roboterbewegung und Anlagensteuerung sind zwei Programme. Sie müssen zusammenpassen — auch im Störfall.
  • Was passiert beim nächsten Bauteil?

    Sieht das nächste Teil anders aus, entscheidet sich hier, ob die Zelle mitgeht oder umgebaut werden muss.

2 · Die Engineering-Überlegung

Zuerst das Bauteil, dann der Griff, dann der Roboter

In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt. Aus Geometrie, Gewicht, Oberfläche und Lage des Werkstücks ergibt sich, wie gegriffen werden muss. Daraus ergeben sich Traglast, Reichweite und Achsanzahl.

Reihenfolge der Auslegung

  1. 01BauteilGeometrie, Gewicht, Oberfläche und Lage werden aufgenommen.
  2. 02GriffDaraus ergibt sich, wie das Teil sicher aufgenommen wird.
  3. 03RoboterErst jetzt stehen Traglast, Reichweite und Achsanzahl fest.
  4. 04ZelleSteuerung, Sicherheitstechnik und Umgebung folgen dem Griff.
Sechsachsiger Knickarmroboter in einer Reinigungsanlage, am Handgelenk eine käfigartige Greiferaufnahme aus Rundstäben mit zentralem Spannzylinder; dahinter die Verrohrung und ein Prozessbehälter
Die Greiferaufnahme ist kein Katalogteil: Sie entsteht aus Geometrie, Gewicht und Oberfläche des Werkstücks. Erst danach stehen Traglast, Reichweite und Achsanzahl des Roboters fest.
Zwei Knickarmroboter mit mehrfachen Greiferaufnahmen vor der geöffneten Tür einer Behandlungskammer; im Kammerinneren die Führungen des Hubtisches, rechts die Fördertechnik der Zelle
Steht der Griff, folgt die Zelle: Zwei Roboter übernehmen an derselben Kammer, weil die Taktzeit es verlangt — nicht, weil zwei Roboter besser wären als einer.

Bildverarbeitung wird geprüft, nicht vorausgesetzt

Sie ist keine Standardausstattung jeder Anlage. Sie kommt zum Einsatz, wenn sie technisch erforderlich ist oder Sie sie wünschen. Wo die Teilelage mechanisch definiert werden kann, ist das die einfachere und robustere Lösung — eine Kamera, die eine Lage erkennt, die ohnehin festliegt, kostet Geld und kann ausfallen.

Die Programmierung ist zwei Disziplinen, nicht eine

Die SPS-Programmierung steuert die Anlage, die Roboterprogrammierung die Bewegung. Beides machen wir im eigenen Haus, projektspezifisch. Das ist der Unterschied zu einer Integration, bei der zwei Lieferanten aufeinander warten, sobald sich an einer Stelle etwas ändert.

Es gibt keine feste Regel „Aufgabe X → Zelle Y“. Welche Lösung die richtige ist, entscheiden Bauteil, Stückzahl, Taktzeit, Teilespektrum, Werkstückaufnahme, Automatisierungsgrad und Wirtschaftlichkeit gemeinsam. Wir rechnen jede Anlage danach, nicht nach Katalog.

3 · Das Lösungskonzept

Was in der Zelle zusammenkommt

Fünf Bestandteile, die gemeinsam ausgelegt werden. Keiner davon ist ein Katalogposten — jeder folgt aus dem Bauteil und der Aufgabe.

Roboterintegration

Standard ist KUKA. Auf Kundenwunsch setzen wir andere Roboterhersteller ein — auch ABB, FANUC und Yaskawa. Gibt Ihre Werksnorm ein Fabrikat vor, richten wir uns danach. Der Standard ist unsere Empfehlung, keine Bedingung.

KUKA · StandardABBFANUCYaskawa

Greifertechnik

Hier sind wir bewusst flexibel. Je nach Projekt kommen Standardgreifer zum Einsatz, konstruieren wir kundenspezifische Greifer, oder wir entwickeln sie gemeinsam mit spezialisierten Partnern. Es besteht keine Bindung an einen bestimmten Hersteller: Was zählt, ist der Griff, der zum Bauteil passt — nicht die Herkunft des Greifers.

Steuerung und Programmierung

Standard ist Siemens SPS, HMI und Schaltschrankkomponenten überwiegend Siemens. Die SPS-Programmierung erfolgt projektspezifisch durch uns, ebenso die Roboterprogrammierung. Den Schaltschrank bauen wir selbst.

Bildverarbeitung

Zur Lageerkennung des Bauteils oder zur Prüfung des Ergebnisses — wenn sie technisch erforderlich ist oder gewünscht wird. Keine Standardausstattung.

Sicherheitstechnik

Schutzzäune, Sicherheitstüren, Lichtgitter und weitere Maßnahmen — ausgelegt nach Risikobeurteilung, nicht nach Katalog.

4 · Das Ergebnis

Ein Ansprechpartner für Mechanik, Steuerung und Bewegung

Eine Zelle, in der Greifer, Roboter, Steuerung und Sicherheitstechnik aufeinander abgestimmt sind — konstruiert, programmiert und in Betrieb genommen aus einem Haus.

Für Sie heißt das: Änderungen an der Anlage laufen nicht über drei Lieferanten. Wer die Mechanik konstruiert hat, hat auch die Steuerung programmiert — und ist derselbe, den Sie in zwei Jahren anrufen.

Querschnitt

Wo Robotik bei uns sonst noch steckt

Automation ist bei uns nicht nur ein eigener Leistungsbereich, sondern die Technologie, die beide Kernsäulen durchdringt.

Reinigungsanlagen werden robotergestützt be- und entladen — bei der Rundtakt-Reinigungsanlage ist das die Bauform-Eigenschaft schlechthin. Und das Wasserstrahlentgraten ist bei uns überwiegend Robotertechnik: Dort führt der Roboter die Düse.

Lieferumfang

Fertigungstiefe und digitaler Anlagenlebenszyklus

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