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Kammerreinigungsanlage mit geöffneter Fronttür; davor ein Gitterkorb auf einem fahrbaren Beladewagen, rechts daneben der Schaltschrank mit Bedienfeld und Signalsäule

Verschiedene Bauteile, kleine Serien — eine eigene Anlage je Teil rechnet sich nicht.

Kammerreinigungsanlagen

Wer in kleinen bis mittleren Stückzahlen fertigt, hat selten ein Bauteil, sondern ein Teilespektrum — und es wechselt. Die Kammeranlage reinigt, spült und trocknet nacheinander in einer geschlossenen Kammer: eine Anlage für viele verschiedene Teile, statt einer Anlage je Teil.

Wofür sie gemacht ist

Die Bauart für den Chargenbetrieb

Die entscheidende Frage ist nicht, wie schnell gereinigt wird, sondern wie viel Unterschiedliches dieselbe Anlage verträgt. Das hängt an der zulässigen Taktzeit: Wo mehrere Minuten je Zyklus vertretbar sind, kann der Prozess flexibel bleiben.
  • Hohe Flexibilität

    Unterschiedliche Bauteile laufen über dieselbe Anlage.
  • Kleine bis mittlere Stückzahlen

    Chargenbetrieb statt Linie.
  • Höhere Taktzeiten zulässig

    Mehrere Minuten je Zyklus — Raum für einen flexiblen Prozess.

Mehrere Prozessschritte finden in einer geschlossenen Kammer statt. Für Schüttgut setzen wir in der Regel eine Flutreinigung innerhalb der Kammeranlage ein: Das Medium wird mit hohem Volumen über und um die Teile geführt.

Typische Werkstücke

Vom Aluminium-Druckguss bis zum Motorblock

Aluminium-Druckgussteile, Stahlteile, Getriebegehäuse. Große Bauteile wie Motorblöcke reinigen wir mit Lanzentechnik — sie fährt gezielt in Bohrungen und Durchgangsbohrungen, statt nur die Oberfläche zu treffen.

Typische Verschmutzungen sind Öl, Emulsion, Späne und Staub. Eingebrannte Verschmutzungen sind der schwierigste Fall — sprechen Sie uns hier früh an, dann klären wir die Machbarkeit, bevor Sie planen.

Aufbau und Arbeitsweise

Einkammerverfahren mit mehreren Reinigungstanks

Reinigen und Trocknen laufen in derselben Kammer; die Laugenbehälter sind getrennt, sodass Reinigungs- und Spülmedien sich nicht vermischen. Eine Kreislauffiltration hält das Medium sauber, die Anlage arbeitet weitgehend abluftfrei, die Prozesszeiten sind programmierbar.
  1. 01ReinigenSprühen, Fluten oder Tauchen — einzeln oder kombiniert.
  2. 02SpülenGetrennte Laugenbehälter verhindern Vermischung.
  3. 03TrocknenUmluft oder Infrarot.
  4. 04Ultraschallje nach AuslegungWo Tauch- und Flutprozesse zum Einsatz kommen.
  5. 05Vakuumtrocknungje nach AuslegungFür hohe Trocknungsanforderungen.

Die Werkstücke werden in Korb, Box oder auf Warenträger über eine Beschickungseinheit in die Kammer geschoben — manuell oder automatisiert. Mehrkammer-Lösungen verkürzen die Durchlaufzeit: Während in einer Kammer gereinigt wird, läuft in der nächsten schon der Folgeschritt.

Optionale Baugruppen

  • 01

    Trocknung

    Umluft oder Infrarot.
  • 02

    Medienpflege

    Wasseraufbereitungsanlage, Ölabscheider.
  • 03

    Mehrkammer-Durchschubsystem

    Für kürzere Durchlaufzeiten.
  • 04

    Beladefahrwagen

    Für die Handhabung schwerer Chargen.
  • 05

    Automation

    Be- und Entladelösungen.

Was wir für Sie auslegen

Eine Standard-Kammeranlage gibt es nicht

Was wir vor der Konstruktion klären — erst wenn das steht, entscheiden wir über Verfahren, Filtertechnik, Trocknung und Wasseraufbereitung.
  • Ihr Bauteil

    Geometrie, Komplexität, Größe, Sacklöcher und Durchgangsbohrungen, Werkstoff, Schüttgut oder Einzelteil.
  • Die Verschmutzung

    Art, Menge, geforderte Restschmutzwerte.
  • Ihre Produktion

    Taktzeit, Chargengröße, Trocknungsanforderung, ob zusätzlich entgratet werden muss.
  • Wasser und Medien

    Chemievorgaben, Passivierung, Wasserqualität von Stadtwasser bis DI-Wasser, Aufbereitung, Kreisläufe und Rückgewinnung.

Automatisierung

Automatisiert be- und entladen — aus einer Hand

Wir liefern die Kammeranlage mit Roboter, Handhabungstechnik oder Fördertechnik aus eigener Konstruktion. Zelle, Werkstückaufnahme, Steuerung und Sicherheitstechnik kommen dann aus einer Hand.

Abgrenzung

Wann eine andere Bauart besser passt

Beim Sprühen entsteht Spritzschatten — nicht jede Fläche ist erreichbar. Bei komplexen Geometrien mit vielen Sacklöchern liefern Tauchen und Fluten die besseren Ergebnisse. Die Bauart ist das Ergebnis der Auslegung, nicht ihr Ausgangspunkt.
  • 01

    Durchlaufanlage

    Bei hohen Stückzahlen und definiertem Teilespektrum, mit Takten von Sekunden statt Minuten.
  • 02

    Rundtaktanlage

    Bei definiertem Serienprozess, wenn Be- und Entladen parallel zur Bearbeitung laufen sollen.
  • 03

    Tauchanlage

    Wenn das Bauteil vollständig eingetaucht werden muss, damit das Medium alle Bereiche sicher erreicht.
  • 04

    Wasserstrahlentgraten

    Wenn zusätzlich Grat entfernt werden muss und Reinigen allein nicht ausreicht.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Kammeranlage

Was ist eine Kammerreinigungsanlage?

Eine Anlage, die Werkstücke in einer geschlossenen Kammer im Chargenbetrieb reinigt, spült und trocknet. Ihr entscheidendes Argument ist Flexibilität: wechselnde Bauteile, kleine bis mittlere Stückzahlen, unterschiedliche Programme in derselben Maschine — eine Anlage für viele verschiedene Teile, statt einer Anlage je Teil.

Wann ist eine Kammeranlage sinnvoll — und wann eine Durchlaufanlage?

Die Kammer gewinnt bei wechselnden Bauteilen und kleineren Stückzahlen, mit Taktzeiten in der Größenordnung mehrerer Minuten je Zyklus. Die Durchlaufanlage gewinnt bei hohen Stückzahlen im kontinuierlichen Fluss, mit Takten in der Größenordnung von Sekunden; ihr Teilespektrum steht dafür bereits in der Anlagenplanung fest — mehrere Varianten sind je nach Auslegung möglich, ein beliebiger Wechsel nicht. Wechselt Ihr Teilespektrum laufend und unvorhersehbar, spricht das gegen den Durchlauf.

Welche Vorteile bietet eine Kammerreinigungsanlage?

Flexible Prozessabläufe, individuell programmierbare Prozesszeiten und die Möglichkeit, Reinigungs- und Trocknungsschritte in derselben Kammer zu kombinieren. Die Laugenbehälter bleiben dabei getrennt, sodass Reinigungs- und Spülmedien sich nicht vermischen — und eine Kreislauffiltration hält das Medium im Umlauf sauber.

Anwendungsfälle

Bauteile, an denen sich diese Auslegung entscheidet

9 ausgearbeitete Aufgaben nennen die Kammeranlage als mögliches Konzept. Was an ihnen den Ausschlag gibt, steht jeweils auf der eigenen Seite.

Jeder Fall führt die Auslegungsfaktoren, die möglichen Anlagenkonzepte und die Verfahren im Einzelnen — hier steht nur, worum es geht.

Zylinderkopf

Der Spritzstrahl trifft, was er sieht — und was er nicht sieht, wird erst im Restschmutznachweis sichtbar.

Getriebegehäuse

Innenkanäle und Querbohrungsverschneidungen entscheiden am Getriebegehäuse über das Verfahren: Beim Sprühen entsteht Spritzschatten, nicht jede Fläche ist erreichbar. Je komplexer die Geometrie, desto eher kommen Tauchen und Fluten infrage statt Sprühen.

Hydraulikblock

Ein Hydraulikblock wird nicht nur montiert, er wird durchströmt — was im Kanal bleibt, bleibt im System.

Ventilblock

Sacklöcher und verzweigte Kanäle sind genau die Stellen, an denen ein Spritzstrahl nicht ankommt: Er trifft, was er sieht.

Ebenfalls mit einer Kammeranlage als möglichem Konzept: Querbohrungen und SacklöcherAluminium-DruckgussteilHohe technische SauberkeitGroße und schwere BauteileMehrere Bauteilvarianten

Keiner dieser Fälle führt zwangsläufig zur Kammeranlage. Welche Bauart es wird, entsteht aus dem Zusammenspiel von Geometrie, Verschmutzung, Sauberkeitsanforderung, Stückzahl und Taktzeit — die Bauart ist das Ergebnis der Auslegung, nicht ihr Ausgangspunkt.

Direkter Kontakt

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Pettendorf bei Regensburg
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Fachlich verantwortlich für diese Seite: Fikret Önal — Geschäftsführer