
Hohe Stückzahl, immer dasselbe Bauteil — und trotzdem wird von Hand entgratet.
Stationäre Wasserstrahlentgratanlage
1 · Die Herausforderung
Die Aufgabe ist hier nicht Komplexität, sondern Wiederholung
Wo dieses Problem auftritt
Überwiegend Aluminium-Druckguss. Für dieses Konzept kommen davon die in Frage, die in gleichbleibender Ausführung und Stückzahl laufen.
Welche Grate gemeint sind
Auch ohne bewegliche Strahlführung erreicht der Strahl Grate an und in Bohrungen — die Düse muss nur einmal richtig stehen. Eine feste Standard-Gratart gibt es nicht; maßgeblich ist die Bauteilgeometrie.
2 · Die Engineering-Überlegung
Die entscheidende Frage lautet: Ändert sich etwas?
Bewertet werden dazu Gratwurzel, Zugänglichkeit der Entgratstellen, Werkstoff, Bauteilgeometrie, Größe und Gewicht, Taktzeit, Restschmutzanforderung, Werkstückaufnahme und Automatisierungsgrad.
Der Werkstoff ist selten das Entscheidende. Aluminium, Stahl, Edelstahl, Messing, Kupfer, Zinkdruckguss und Kunststoff sind alle bearbeitbar.
Eine Abwägung, die wir offen ansprechen: Diese Bauform ist die wirtschaftlichste, solange das Bauteil gleich bleibt — und die unflexibelste, sobald es sich ändert. Wenn absehbar neue Bauteile kommen, gehört das in die Entscheidung, nicht ins Nachgespräch.
Bei ITR ist die Roboterlösung der Standard. Ohne Roboter legen wir aus, wenn feste Spannlage und Wirtschaftlichkeit dafür sprechen — das ist eine begründete Entscheidung, keine Einsparung an der falschen Stelle. Die stationäre Anlage ist ein vollwertiges Standardkonzept, keine Notlösung.
3 · Das Maschinenkonzept
Feste Düsensysteme, ausgelegt auf ein Bauteil in einer Lage
Die Düsen sitzen dort, wo die Entgratstellen liegen — ausgelegt für dieses eine Bauteil in dieser einen Lage. Wir arbeiten mit Standarddüsen und konstruieren und fertigen eigene Düsengeometrien, wenn die Anwendung es erfordert.
Damit verlagert sich die Ingenieursarbeit nach vorn. Bei der Roboterzelle wird die Bahn programmiert und lässt sich später anpassen. Hier wird die Düsenanordnung konstruiert — sie muss beim ersten Mal stimmen.
Die Spannvorrichtung trägt hier mehr Verantwortung als sonst. Weil die Düsen fest stehen, muss das Bauteil exakt und wiederholgenau in derselben Lage sitzen. Eine Abweichung, die ein Roboter ausgleichen könnte, geht hier direkt ins Ergebnis. Standard sind pneumatische Spannvorrichtungen.
Der Wasserkreislauf ist geschlossen. Filtration gehört zu jeder Anlage; weitergehende Wasseraufbereitung integrieren wir projektabhängig. Sicherheitstechnik nach Risikobeurteilung.
Wo das Konzept erweitert wird
- 01
Barcode- und DataMatrix-Systeme
Bauteilidentifikation und Rückverfolgbarkeit. - 02
Automatische Beladung
- 03
Verkettung mit weiteren Anlagen
- 04
Drehtisch
Projektabhängig.
Vision-System und Werkzeugwechsler gehören zum Optionsumfang der Roboterzellen; ob sie sich hier sinnvoll einsetzen lassen, ist eine Frage des Einzelfalls.
4 · Das Ergebnis — und sein Nachweis
Zwei Ergebnisse werden nachgewiesen: Restgrat und Restschmutz
Bei einem festgelegten Prozess ist die Prozessüberwachung besonders wirksam: Wenn sich nichts ändern soll, ist jede Abweichung ein Signal.
Wann eine andere Lösung passt
Feste Düsen sind auf ein Bauteil ausgelegt
- 01
Roboterzelle mit Einzelroboter
Sobald unterschiedliche Bauteile über die Anlage laufen sollen oder die Geometrien komplex und die Entgratstellen verteilt sind. - 02
Roboterzelle mit Doppelroboter
Bei sehr kurzen Taktzeiten und hoher Produktionsleistung. - 03
Rundtakt-Wasserstrahlentgratanlage (Sonderlösung)
Wenn Rüst- und Spannzeit im Verhältnis zur Bearbeitungszeit erheblich sind.
Grenzen des Verfahrens
Wasserstrahlentgraten ist nicht automatisch die beste Lösung
Definierte Fasen oder Radien sind gefordert
Das Verfahren entfernt Grate, es ersetzt keine spanende Bearbeitung — der Strahl formt die Kante nicht.Sehr fest anhaftende oder massive Grate
Sie müssen konstruktiv oder fertigungstechnisch anders beseitigt werden.Die Entgratstelle ist mit keinem Düsenkonzept erreichbar
Ob sie erreichbar ist, entscheidet nicht die Gratgröße, sondern die Geometrie.Es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll
Etwa bei sehr kleinen Stückzahlen oder wenn ein einfacheres Entgratverfahren ausreicht.Ein anderes Verfahren erfüllt die Anforderungen besser
Technisch oder wirtschaftlich.
Lieferumfang
Der Lieferumfang wird projektspezifisch festgelegt
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