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Mehrkammerige Durchlaufreinigungsanlage in einer Fertigungshalle: hintereinanderliegende Behandlungskammern aus Edelstahl mit Wartungsklappen, davor Pumpen und Rohrleitungen auf einem Grundrahmen, seitlich ein Bandfilter

Die Linie taktet in Sekunden. Die Reinigung muss mithalten.

Durchlaufreinigungsanlagen

In der Serienfertigung ist die Reinigung kein eigenständiger Prozess, sondern ein Schritt zwischen zwei anderen. Sie hat sich nach dem Takt der Linie zu richten — nicht umgekehrt.

Wofür sie gemacht ist

Die Bauart für den kontinuierlichen Fluss

Damit verschiebt sich die Frage: nicht, wie gründlich in möglichst kurzer Zeit gereinigt wird, sondern wie das Bauteil überhaupt durch die Anlage kommt, ohne den Fluss zu unterbrechen. Bei Takten in der Größenordnung von 20 bis 30 Sekunden trägt kein Chargenprozess mehr — es braucht kontinuierlichen Materialfluss, und der setzt gleichartige Bauteile voraus.
  • Hohe Stückzahlen

    Kontinuierlicher Materialfluss statt Charge.
  • Niedrige Taktzeiten

    Größenordnung Sekunden, nicht Minuten — etwa 20 bis 30 Sekunden.
  • Integration in Fertigungslinien

    Aufeinanderfolgende Zonen statt einer Kammer, ausgelegt auf gleichartige Bauteile.

Daraus folgt die Durchlaufanlage: aufeinanderfolgende Zonen statt einer Kammer. Die Teile warten nicht — sie fließen. Wir legen die Anlage auf Ihre Taktzeit aus, nicht umgekehrt. Eine Kammeranlage arbeitet im Bereich mehrerer Minuten je Zyklus — diese Größenordnung sagt meist schon, welche Bauart passt.

Typische Werkstücke

Aluminium-Druckguss und Stahlteile in Serie

Aluminium-Druckgussteile und Stahlteile in Serie. Typische Verschmutzungen: Öl, Emulsion, Späne, Staub.

Eine Durchlaufanlage ist auf einen definierten Teilefluss ausgelegt. Wechselt Ihr Teilespektrum häufig, fahren Sie mit der Kammeranlage wirtschaftlicher — das sagen wir Ihnen im Gespräch auch so.

Aufbau und Arbeitsweise

Die Auslegung der Zonen entscheidet über das Ergebnis

Weil die Behandlungsdauer je Teil kurz ist, entscheidet die Auslegung der Zonen über das Ergebnis — nicht eine längere Verweilzeit. Genau hier liegt die eigentliche Ingenieursarbeit an dieser Bauart.
Auslaufseite einer Durchlaufreinigungsanlage: zwei blaue Lamellenvorhänge schließen die Tunnelöffnungen, davor laufen die Bauteile auf Gitterbändern heraus; oben auf der Anlage sitzen Seitenkanalverdichter und die Abluftführung
Ein- und Auslauf einer kompakten Durchlaufanlage: Die Bauteile laufen auf dem Band durch, die Lamellenvorhänge halten das Medium im Tunnel.
Längsseite einer Durchlaufreinigungsanlage auf einem Grundrahmen: eine Reihe verschließbarer Wartungsklappen über die gesamte Länge, darüber zwei blaue Gebläse mit Verrohrung, links der Bandeinlauf
Dieselbe Bauart von der Längsseite. Jede Wartungsklappe gehört zu einer Zone — was von außen wie ein Tunnel aussieht, ist innen unterteilt.
Medienführung an der Längsseite einer Reinigungsanlage: zwei Steigleitungen tragen grüne Beschriftungsschilder „Spülen I" und „Spülen II", die waagerechte Leitung darunter ist mit „Frischwasser" gekennzeichnet; dazwischen Absperrventile, ein Manometer und die Verschlusshebel der Wartungsklappen
Beschriftete Medienführung an der Anlagenlängsseite. Wer an der Anlage steht, sieht ohne Schaltplan, welche Leitung welche Stufe versorgt.
Mehrkammer-Reinigungslinie über die Hallenlänge: hintereinanderliegende Behandlungskammern mit Wartungsklappen, darüber Verrohrung und Seitenkanalverdichter, davor Filtergehäuse, Pumpen und der Schaltschrank
Eine Linie über die Hallenlänge: Je mehr Zonen die Aufgabe verlangt, desto länger wird die Anlage. Die Taktzeit bleibt dabei dieselbe — das ist der Unterschied zur Kammeranlage.
  1. 01ReinigenVerteilt auf aufeinanderfolgende Zonen.
  2. 02SpülenAls eigene Zone im Tunnel.
  3. 03TrocknenUmluft, Infrarot oder Vakuum.
  4. 04Zweites Spülenje nach AuslegungJe nach Anforderung.
  5. 05Zweites Trocknen, Abblasen oder Vakuumtrocknungje nach AuslegungZusätzliche Zone bei hohen Anforderungen.

Der Transport läuft über eine Kette, deren Rücklauf innerhalb des Tunnels geführt wird — die Anlage baut dadurch kürzer und der Rücklauf bleibt gekapselt. Die Transportgeschwindigkeit ist variabel, die Zonen sind als mehrfach nachgeschaltete Stationen ausgeführt.

Die Taktzeit stellen wir über die Maschinenlänge ein, nicht über die Verweilzeit im Bad. Dadurch passt sich die Anlage an die vor- und nachgelagerten Maschinen an — der Fertigungsprozess wird weder unterbrochen noch verzögert. Das ist der eigentliche Hebel dieser Bauart: Die Anlage richtet sich nach Ihrer Linie, nicht Ihre Linie nach der Anlage.

Die Anlage arbeitet weitgehend abluftfrei; eine Schallschutzumhausung gehört zum technischen Umfang.

Bauformen

Neben der geraden Durchlaufstrecke sind Sonderbauformen als O- oder U-Typ möglich — sinnvoll, wenn Be- und Entladestelle am selben Ort liegen sollen oder der Hallenzuschnitt keine gerade Strecke hergibt. Zur Durchsatzerhöhung sind mehrbahnige Varianten möglich.

Optionale Baugruppen

  • 01

    Trocknung

    Vakuum, Infrarot oder Umluft.
  • 02

    Förderprinzip

    Inline-, Hänge- oder O-Förderung.
  • 03

    Hochdruckreinigung

    Als zusätzliche Station.
  • 04

    Taktbetrieb

    Statt kontinuierlichem Durchlauf.
  • 05

    Medienpflege

    Wasseraufbereitungsanlage, Ölabscheider, Zentrifuge, Verdampfer.
  • 06

    Automation

    Be- und Entladelösungen.

Zur Instandhaltung: Die Düsenstränge sind über ein Düsenklippsystem fixier- und justierbar — sie lassen sich ohne Demontage nachstellen und tauschen.

Was wir für Sie auslegen

Eine Standard-Durchlaufanlage gibt es nicht

Was wir vor der Konstruktion klären — erst danach entscheiden wir über Verfahren, Filtertechnik, Trocknung und Wasseraufbereitung.
  • Ihr Bauteil

    Geometrie, Komplexität, Größe, Sacklöcher und Durchgangsbohrungen, Werkstoff.
  • Die Verschmutzung

    Art, Menge, geforderte Restschmutzwerte.
  • Ihre Produktion

    Taktzeit und Durchsatz, Maschinenlänge, Zonenzahl und -folge, Bauform (gerade, O- oder U-Typ, ein- oder mehrbahnig), Förderprinzip, Trocknungsstrecke, Linienanbindung, ob zusätzlich entgratet werden muss.
  • Wasser und Medien

    Chemievorgaben, Passivierung, Wasserqualität, Aufbereitung, Kreisläufe und Rückgewinnung.

Automatisierung und Linienanbindung

Prozess und Anbindung von demselben Ansprechpartner

Die Durchlaufanlage ist die Bauart, die am häufigsten Teil einer größeren Kette ist — und wir liefern die Kette gleich mit. Wir planen und integrieren die Fördertechnik — Rollenbahnen, Ketten- und Gurtförderer, Werkstückträgersysteme, Sonderfördertechnik — und das Materialflusskonzept dahinter: Verkettung, Pufferstrecken, Übergabestationen, Taktabstimmung.

Abgrenzung

Wann eine andere Bauart besser passt

Beide erreichen kurze Takte, aber aus verschiedenen Gründen: Der Rundtakt gewinnt seine Zeit, weil Be- und Entladen parallel zur Bearbeitung laufen. Die Durchlaufanlage gewinnt sie durch den kontinuierlichen Fluss. Bei komplexen Geometrien mit vielen Sacklöchern stößt reines Sprühen an Grenzen — dann prüfen wir Tauch- oder Flutprozesse.
  • 01

    Kammeranlage

    Bei kleinen bis mittleren Stückzahlen, wechselndem Teilespektrum oder wenn mehrere Minuten je Zyklus zulässig sind.
  • 02

    Rundtaktanlage

    Bei einem definierten Serienprozess ohne Linienanbindung.
  • 03

    Tauchanlage

    Wenn das Bauteil vollständig eingetaucht werden muss.
  • 04

    Wasserstrahlentgraten

    Wenn zusätzlich Grat entfernt werden muss.

Lieferumfang

Fertigungstiefe und digitaler Lebenszyklus

Direkter Kontakt

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93186 Pettendorf
Pettendorf bei Regensburg
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