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Medienführung an der Längsseite einer Reinigungsanlage: zwei Steigleitungen tragen grüne Beschriftungsschilder „Spülen I" und „Spülen II", die waagerechte Leitung darunter ist mit „Frischwasser" gekennzeichnet; dazwischen Absperrventile, ein Manometer und die Verschlusshebel der Wartungsklappen

Ein sauberes, aber feuchtes Bauteil ist nicht fertig.

Trocknung

Die Trocknung steht am Ende des Prozesses — und wird genau deshalb oft unterschätzt. Wie trocken das Bauteil sein muss, bestimmt nicht die Anlage, sondern der Schritt danach.

1 · Die Herausforderung

Die Trocknung steht am Ende — und wird deshalb unterschätzt

Dabei entscheidet sie mit über das, was am Bauteil ankommt: Restfeuchte in Sacklöchern und Bohrungen, Flecken durch antrocknende Rückstände, Korrosion an blanken Flächen.

Wie trocken das Bauteil sein muss, bestimmt nicht die Anlage, sondern der Schritt danach: Wird geklebt, beschichtet, lackiert oder montiert, verändert das die Anforderung grundlegend.

2 · Die Engineering-Überlegung

Ein eigener Auslegungsparameter, keine Zutat am Ende

Trocknen ist der dritte feste Schritt im Grundprozess — projektabhängig erweitert um ein zweites Spülen, ein zweites Trocknen oder ein Abblasen, dazu zusätzliche Stationen, Pumpen und Tanks.
  1. 01Reinigen
  2. 02Spülen
  3. 03Trocknen
  4. 04Zweites Spülen oder Trocknenje nach Auslegung
  5. 05Abblasenje nach Auslegung

Die Trocknungsanforderung geht gemeinsam mit Bauteilgeometrie, Restschmutzanforderung und Taktzeit in die Entscheidung ein — und sie hängt eng mit der Wasserqualität zusammen: Wo Rückstandsfreiheit gefordert ist, entscheidet mit, ob mit Stadtwasser, enthärtetem Wasser oder DI-Wasser gearbeitet wird.

Technische Sauberkeit und Restschmutz
Vakuumkammer einer Reinigungsanlage in der Halle: über der Kammer der Aufbau mit Absaugung, in der Übergabeöffnung ein Gussgehäuse auf dem Werkstückträger, davor die Fördertechnik mit Not-Halt-Tastern
Jede Prozessstufe braucht Bauraum und Peripherie: über der Kammer der Aufbau mit der Absaugung, davor die Übergabe mit dem Bauteil auf dem Werkstückträger.
Chargenweise durch die Kammer: Gitterkörbe mit Kunststoffkästen auf der Fördertechnik, darauf die Gussteile.9 Sekunden

3 · Vakuumtrocknung als Option

Eine Option, kein eigenes Verfahren

Eingesetzt wird sie bei erhöhten Trocknungsanforderungen und sehr hohen Restschmutzanforderungen — dort, wo eine konventionelle Trocknung Restfeuchte in Bohrungen und Sacklöchern zurücklassen würde.

Ob sie im konkreten Fall nötig ist, entscheidet die Auslegung — es gibt keine pauschale Regel.

4 · Wo die Trocknung zum Einsatz kommt

Bestandteil praktisch jeder Reinigungsanlage

Von der Kammer- über die Durchlauf- bis zur Tauchanlage. Beim Wasserstrahlentgraten gehört die Trocknung dagegen nicht standardmäßig zum Lieferumfang: Wo das Bauteil trocken weitergehen muss, wird sie projektspezifisch integriert.

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